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Simcards für das 5G-Breitband-Internet

Die fünfte Mobilfunkgeneration, kurz 5G-Funk wird zu einer weiteren globalen Vernetzung beitragen. Nicht nur Endkunden werden von den extra schnellen und sehr stabilen Verbindungen im 5G-LTE-Funknetz profitieren. Insbesondere der Bereich der Maschinenkommunikation (M2M) soll durch den 4G-Nachfolger 5G weiter vorangetrieben werden. Die globale Vernetzung von Geräten über Mobilfunk, das sogenannte Internet of Things (IoT) ist ein Hauptanwendungsszenario für den 5G-LTE-Mobilfunk. Neben neuer Hardware wie 5G-Smartphones und 5G-Internet-Tablets werden auch neue 5G SIM-Karten nötig sein, um Dienste im 5G-Funk zu nutzen.

 

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5G SIM-Karte und eSIM

Es gibt verschiedene SIM-Karten-Formate von der großen classic oder Mini-Sim Card über die Micro-Simcard bis zum kleinsten Format, der Nano-Simcard. Das SIM-Format variiert je nach Endgerät. Bei einem Mobiltelefon-Wechsel ist es unter Umständen nötig, die SIM auszutauschen. Noch steht nicht fest, welche Sim-Card-Formate für den 5G-Funk eingesetzt werden. 

 

Eine Alternative zu den austauschbaren Simkarten ist die sogenannte embedded SIM, kurz eSIM. Die e-SIM ist fest im Mobilgerät verbaut und wird von außen programmiert. Die  e-SIM-Karte hat den Vorteil, dass der Wechsel von Anbieter, Breitband-Netz oder Mobiltelefon-Tarif über eine Programmierung erfolgt. Das manuelle Austauschen der Simcard entfällt somit.

 

Praxistests für 5G-Funk-Netze

Zahlreiche Unternehmen forschen bereits seit Jahren am neuen Mobilfunkstandard 5G. Noch wurden keine allgemeinen Standards für die neue Technologie festgelegt. Es gibt aber erste Testläufe, die den Einsatz von 5G-LTE-Mobilfunk in der Praxis demonstrieren.

 

Im Oktober 2015 starteten Nokia Networks und SK Telecom einen 5G-Standard-Test mit der cmWave-Technik. Die Surfgeschwindigkeit erreichte 19,1 Gigabit pro Sekunde. Aufgrund der guten Ergebnisse haben die Unternehmen die cmWave-Technik für die Standardisierung von 5G vorgeschlagen.

 

Der chinesische Hersteller Huawei engagiert sich seit Jahren stark in der 5G-Funk-Forschung und hat bereits praktische Tests außerhalb seiner Forschungslabors durchgeführt. In der Stadt Chengdu in der chinesischen Provinz Sichua wurde eine Outdoor Makrozelle für 5G erprobt. Huawei will die spektrale Effizienz im 5G-Netz mindestens verdreifachen. Dabei sollen hochdiversifizierte MIMO-Antennen zum Einsatz kommen. Der chinesische Konzern will den Standardisierungsprozess für 5G vorantreiben.

 

Die Telekom und Huawei präsentierten zudem im Februar 2016 in Bonn eine 5G-Mobilfunk-Übertragung mit Speedraten von bis zu 70 Gbit/s. Die Multi-Richtstrahl Technologie, englisch Focal Array, könnte in Gebäuden und an stark belebten Orten für eine sehr leistungsfähige Anbindung sorgen. Im Testversuch habe man Glasfaser-ähnliche Surfgeschwindigkeiten für den mobilen Breitbandzugang erreicht, erklärte Wen Tong, Chief Technical Officer von Huawei.

 

Vodafone testet 5G-Standard auf der Cebit

Der Netzbetreiber Vodafone Deutschland hat ein 5G-Breitband-Internet-Testnetz auf der Cebit 2016 demonstriert. Das Projekt wurde in Kooperation von Vodafone, der TU Dresden und Ericsson realisiert. Das 5G-Breitband-Internet-Netz hatte eine Länge von zehn Metern, Daten wurden mit einer High-Speed-Rate von 15 Gigabit pro Sekunde übertragen. Die Latenzzeit betrug nur wenige Millisekunden. Da es sich bei dem Test um eine Richtfunk-Installation handelte, konnte die Verbindung durch das Dazwischenhalten einer Hand unterbrochen werden. Vodafone nutzt nach eigenen Angaben die 800-MHz-Bandbreite im Frequenzbereich 14501 bis 15350 MHz.