13.06.2018

Darum kann man einen USB-Stick nur einseitig in Laptop und Co. reinstecken

Einen USB-Stick dürfte schon mal jeder genutzt haben, der einen Laptop oder PC sein Eigen nennt. Doch oftmals braucht es mehrere Anläufe, bis das Gerät richtig sitzt. Der Grund: Ein USB-Stick kann nur einseitig in den entsprechenden Slot gesteckt werden. Warum das so ist, erklärt dieser Artikel.

Drehbarer Anschluss wäre zu teuer gewesen

USB-Sticks sind praktische kleine Helfer, um darauf sämtliche Daten abzulegen. Doch oftmals bringt das kleine Gerät den Nutzer um den Verstand. Die Chance, den USB-Stick richtig in PC, Laptop und Co. zu stecken, liegt bei 50 Prozent. Statistisch gesehen, scheitert also jeder zweite Versuch. Und häufig hat man den Eindruck, dass es nie beim ersten Mal klappt mit dem richtigen Einstecken.

 

Warum das so ist, hat USB-Stick-Erfinder Ajay Bhatt in einem Interview mit DesignNews erklärt. Bereits bei der Entwicklung des Speicher-Mediums war klar, dass eine Steckverbindung nicht die optimale Lösung sei. Ein drehbarer Anschluss wäre jedoch deutlich teurer und aufwändiger im Entwicklungsprozess geworden. Und so wurde ein Stecksystem gewählt, das so manchen Nutzer zur Weißglut treiben würde.

 

Es hätte besser sein können – erfolgreich war es trotzdem

„Wenn man für eine unbewiesene Technologie eine Menge Kosten im Voraus bezahlt, könnte es nicht funktionieren. Das war unsere Angst. Am Anfang muss man wirklich kostenbewusst sein“, erklärt Ajay Bhatt die Entscheidung gegenüber DesignNews. „Im Nachhinein kann man sagen, es hätte besser sein können. Aber verglichen mit dem, wo wir mit seriellen und parallelen Anschlüssen waren, war USB deutlich besser.“

 

Doch auch wenn der USB-Stick nicht beidseitig nutzbar ist – geschadet hat es dem Erfolg nicht. Möglicherweise ist sogar der niedrige Anschaffungspreis mit einer der Hauptgründe, warum die Erfindung weltweit solch einen Erfolg haben konnte.

 

USB-Stick-Anfänge liegen im Jahr 1998

Die ersten USB-Sticks mit gerade einmal 8 Gigabyte (GB) Speicher wurden für rund 50 US-Dollar angeboten. Was sich heute viel anhört, war für eine neue Erfindung recht erschwinglich. Heute gibt es USB-Sticks mit deutlich mehr Speicher-Kapazität bereits für wenige Euro.

 

Die Erfindung des USB-Sticks ist übrigens einer missglückten Power-Point-Präsentation zu verdanken. 1998 wollte Dov Morans wichtigen Investoren eine Präsentation zeigen. Dies scheiterte allerdings an einer kaputten Notebook-Festplatte. Dieses Unglück brachte den Geschäftsmann auf die Idee eines mobilen Speichermediums. Seine Erfindung trug die etwas sperrige Bezeichnung „DriveOnKey“. Dabei wurden die Vorteile der Technologien Flash und USB miteinander vereint.

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