09.05.2018

Smartphone, Smart Home und Soziale Medien: Diese Dinge sagte Microsoft-Gründer Bill Gates bereits 1999 voraus

Im Jahr 2018 gehören Social Media, Smartphones, Preisvergleichsportale oder Online-Jobvermittlungen zum alltäglichen Leben dazu wie das Nutellabrot am Morgen. Im Jahr 1999, wo das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, war an all diese Dinge noch nicht zu denken. Lediglich Microsoft-Gründer Bill Gates schien Visionär genug zu sein, um eben jene Dinge vorherzusagen.

Bill Gates als Visionär? Ja!

Es klingt verrückt, doch es ist wahr. Bereits 1999 traf Bill Gates in seinem Buch „Business @ the Speed of Thought” ein paar Voraussagen über die künftige technologische Welt – und traf damit genau ins Schwarze. Der Wirtschaftsstudent Markus Kirjonen hat sich kürzlich die Arbeit gemacht, auf seinem Blog einige Zitate aus dem Gates Buch zu zitieren, die sich vollständig oder teilweise bewahrheitet haben.

 

Soziale Medien und Smartphones

Über die Sozialen Medien schrieb Gates in seinem Buch: „Es werden sich private Webseiten etablieren, die euren Freunden und Familien erlauben werden, miteinander zu chatten und Veranstaltungen zu planen.” Nur vier Jahre später wurde Facebook gegründet. In den folgenden Jahren folgten weitere Plattformen wie YouTube, Instagram, Tumblr und Snapchat.

 

Auch bei den Vorhersagen für Smartphones lag Gates richtig: „Die Menschen werden kleine Geräte mit sich herumtragen, die es ihnen ermöglichen werden, ständig untereinander in Kontakt zu bleiben und von überall aus ihre Angelegenheiten elektronisch zu erledigen. Sie werden in der Lage sein, die Nachrichten zu verfolgen, Flüge zu sehen, die sie gebucht haben, Informationen von den Finanzmärkten zu erhalten und alles andere auf diesen Geräten zu tun.” Und tatsächlich: Anfang der 2000er verdrängte das Smartphone das klassische Handy.

 

Preisvergleichsportale und personalisierte Werbung

„Es werden automatisierte Preisvergleichsdienste entwickelt, die Nutzern erlauben, Preise von vielen Seiten zu überblicken, sodass es mühelos möglich ist, das günstigste Produkt für alle Branchen zu finden”, schrieb Bill Gates in seinem Buch. Noch im selben Jahr ging das Unternehmen Check24 als eines der ersten Vergleichsportale in Deutschland online – damals noch ausschließlich für KFZ-Versicherungen. Mittlerweile gibt es hierzulande über 1000 Portale.

 

Auch zum Thema personalisierte Werbung hatte Gates seine Visionen:  „Die Geräte werden über intelligente Werbung verfügen. Sie werden eure Kaufpräferenzen kennen und Anzeigen schalten, die auf eure Präferenzen zugeschnitten sind.” Mit dem Siegeszug des Internets und der immer leistungsfähigeren Geräte konnten Unternehmen viele verschiedene Targeting-Methoden entwickeln, um maßgeschneiderte Werbungen an den Kunden zu bringen. Mittlerweile gehört es zum digitalen Alltag, dass mithilfe von Suchgewohnheiten und Social-Media-Aktivitäten genaue Profile über den Nutzer erstellt werden.

 

Online-Jobvermittlung und Smart Home

An Online Job-Vermittlung war im Jahr 1999 noch nicht zu denken. Dennoch schrieb Gates: „In ähnlicher Weise können Arbeitssuchende in der Lage sein, online Stellen zu finden, indem sie ihre Interessen, Bedürfnisse und speziellen Fähigkeiten angeben.” Vier Jahre später – im Jahr 2003 – wurde das Unternehmen LinkedIn gegründet. Heute zählt LinkedIn mit 500 Millionen Nutzern zum größten Jobnetzwerk weltweit.

 

Auch zum Thema Smart Home machte sich der Microsoft-Gründer Gedanken:  „Die ständige Video-Überwachung eures Hauses wird sich allgemein etablieren und euch darüber informieren, wenn euch jemand in eurer Abwesenheit besucht.” Zudem schrieb er, dass „persönliche Unterstützer entwickelt werden, die alle eure Geräte miteinander verbinden und synchronisieren, egal ob diese zu Hause oder auf der Arbeit sind, sodass unter ihnen ein Datenaustausch möglich ist.” Was sich damals noch wie Science Fiction anhörte, ist nun Realität. Unternehmen wie Google Now oder Nest liefern Systeme, die Geräte miteinander vernetzen und kommunizieren lassen.

 

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